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22Jul/12Off

Brautkleider für den schönsten Tag in Ihrem Leben

Für etliche Frauen geht ein Kindheitstraum in Erfüllung, wenn es um die Organisation der persönlichen Hochzeit geht. Eine, wenn nicht sogar die elementarste Rolle dabei, spielt das Hochzeitskleid.  Hierbei denken etliche an einen Traum in Weiß, doch das war früher anders.  Bereits vor 2000 Jahren wurde die Zeremonie in festlichen Gewändern umgesetzt.  Zu der Zeit war Gelb die beliebteste Farbe der Brautkleider. Geheiratet wurde in einer Tunika mit einem hölzernen Gurt und dem so genannten Herkulesknoten.  Über die Tunika wurde eine gelbe Stola gelegt und Schleier und Sandalen auf das Kleid abgestimmt.



Die Brautkleider des Mittelalters wurden aus aufwendig gestalteten Gewebearten wie Gold- und Silberseide produziert. Mit üppigen Stickereien in Grün-, Rot-, oder Blautönen schritt die Braut zum Altar. Brautkleider repräsentierten zu jener Zeit einen gesellschaftlichen Stand der Dinge, je reicher die Familie war, desto aufwendiger musste das Hochzeitskleid der Braut sein. Von einigen Kleidern ist überliefert, dass das Familienwappen eingearbeitet wurde. Am Ende des 16. Jahrhunderts hielt die Modefarbe Schwarz Einzug auf dem Heiratsmarkt.  Der spanische Königshof und seine Mode war Urheber jenes Trends. Angezogen wurden schwarze Brautkleider mit langer Schleppe und Spitzenüberwürfen.  Außerdem wurde eine mit Seidenbändern verzierte, bestickte Schürze angezogen. Auch die niedrigeren Bevölkerungsschichten leisteten sich nun schwarze Brautkleider, da sie leicht zu reinigen waren und bei jedem Feiertag angezogen werden konnten.

Weiße Brautkleider wurden zum ersten Mal gegen Ende des 17. Jahrhunderts getragen. Die Farbe Weiß bezeichnete zu jener Zeit Attribute, die man mit einer Braut in Zusammenhang brachte: Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit. Anfänglich nur für den Adel und das reiche Bürgertum bestimmt, entwickelte sich der Tendenz der weißen Brautkleider ebenfalls in ärmeren Bevölkerungsschichten.  Charakteristisch für die Mode der damaligen Zeit waren ein enges Oberteil und eine dünne, vom Mieder geformte, Taille.  Besonders denkwürdig ist das Hochzeitskleid von Kaiserin Sissi, die 1854 in einem Traum in Weiß heiratete.

Im 20. Jahrhundert letzten Endes spiegelten die Brautkleider die unterschiedlichen Modeströmungen der einzelnen Jahrzehnte wieder. Der Charleston-Look setzte in den 1920er Jahren eine Entwicklung in Gang, was die Länge der Kleider betraf. Dies war das erste Mal, dass die Kleider kürzer wurden und der Saum zeitweise nur noch bis zum Knie reichte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Brautmode abermals etwas biederer. Bräute trugen an ihrem großen Tag daher weit schwingende Röcke bzw. Kleider.  Dieser Trend hielt aber nicht sehr lange an. Mit der Schöpfung des Minirocks in den 60ern wurden die Brautkleider wieder kürzer und frecher.  In den Achtzigern wurde der Saum erneut länger. Dies bewies die Eheschließung von Lady Diana mit Prinz Charles. Lady Di trug hier ein langes cremefarbenes Kleid mit einer sehr, sehr langen Schleppe – ein Vorbild für viele Damen, die zu der Zeit den Bund fürs Leben schließen wollten.

Ganz gleich, ob lang oder kurz, weiß oder nicht, heute zieht man als Frau an, was einem zusagt. Brautkleider gibt es aufgrund dessen in allen  Formen und Farben. Im Prinzip ist Weiß immer noch bestimmend bei der Wahl des Kleides, aber andere Farben sind auf dem Vormarsch. Losgelöst von Form, Länge, Material und Farbe wird getragen, was für den großen Tag, für die jeweilige Braut, passt.

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